Hochzeitsfotograf wird Trauzeuge in New York

Habt Ihr schon mal eine Trauung auf einem amerikanischen Standesamt mitgemacht? Für mich war es das erste mal. New York ist da bestimmt auch noch ein Sonderfall, da hier anscheinend überdurchschnittlich viele Ehen geschlossen werden. Ich sollte die Hochzeit von Mirjam und Benjamin fotografieren und war natürlich pünktlich am Standesamt. Einen kleinen Knackpunkt gab es jedoch. Niemand wusste bisher von der Trauung, alles streng geheim und so waren die beiden auch ganz alleine angereist. Dumm nur, dass man in New York einen Trauzeugen benötigt. So wurde ich kurzerhand vom Hochzeitsfotografen zum Trauzeugen befördert. Wow, was für eine Ehre. Wie cool ist das denn bitte. So konnte ich dann auch hautnah miterleben wie so eine Eheschliessung dort drüben so abläuft. Einen passenden Vergleich fand mein Freund und Helfer Nikolaj, der die ganze Prozedur mit der Anmeldung eines Autos in Deutschland verglich. Nummer ziehen, warten, auf eine Anzeigetafel glotzen, zum Schalter gehen, unterschreiben. Irgendwie alles sehr skurril, aber auch wieder toll.

Die beiden waren extrem stylisch und lässig gekleidet. Ich fand das passte richtig gut zu unserem Vorhaben. Nach der Trauung zogen wir ohne konkretes Ziel durch New York, hatten Spaß und machten Fotos. Dumm nur, dass die Sonne an diesem Tag gnadenlos war. Die Suche nach etwas Schatten kann sich manchmal schwieriger gestalten, als man denkt. Gegen Mittag waren wir am Ende uns mussten uns erst mal in einer Pizzeria in Brooklyn ausruhen, bevor es dann weiterging. Selten hatte ich so ein cooles Hochzeitsshooting. Es passte einfach alles. Die beiden superentspannt und sichtlich gut gelaunt zu jedem Spaß zu haben. Ich glaube man sieht den Bildern die Lebensfreude an. Mir hat es richtig viel Spaß gemacht. Vielen vielen Dank, dass ich bei Eurer Hochzeit dabei sein durfte. Vielen Dank natürlich auch an meinen treuen und unermüdlichen Helfer Nikolaj.

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Pärchenshooting auf Coney Island

Zum ersten mal besuchte ich während meines New York Aufenthaltes auch Coney Island. Viel haben wir von den Auswirkungen des Sturms Sandy nicht mehr gesehen, allerdings waren die ganzen Fahrgeschäfte noch geschlossen. So schlenderte ich mit einem befreundeten Pärchen über die Strandpromenade, ass einen mittelguten Hot Dog eines Traditionsunternehmens und schoss einige Pärchenbilder. Im Sommer ist hier bestimmt die Hölle los, wir hatten jedoch einen sehr windigen Tag erwischt, so dass wir uns bald wieder auf den Rückweg machten, um den Abend in Koreatown ausklingen zu lassen.

© Copyright Patrick Ludolph, Hochzeitsfotograf aus Hamburg

Hochzeit im Central Park

Eine Woche New York, wie aufregend. Obendrein auch kein reiner Urlaubsbesuch, sondern auch einige kleine Jobs. Ich gestehe, es gibt weitaus schlimmere Jobs auf diesem Planeten, als eine Hochzeit im New Yorker Central Park zu fotografieren, um anschliessend mit einer Limousine quer durch New York zu düsen. Einzig das Wetter wollte nicht so richtig glücklich machen. War es doch tatsächlich der einzig verregnete Tag während meines Aufenthalts in Big Apple. Das trübte die Laune aber keineswegs. Nachdem es bereits während der Trauung begann zu regnen, entschlossen wir uns kurzerhand ein paar Fotos in der Grand Central Station zu machen. Eine weltbekannte Location, die auch dafür bekannt ist, dass man hier ohne Genehmigung kein Stativ verwenden darf. Aber irgendwo findet man immer eine Ablage für die Kamera und ich denke so ein Klischee-Motiv gehört doch irgendwie dazu, wenn man in New York heiratet. Bevor die Uhr der Limousine abgelaufen war liessen wir uns noch nach Brooklyn kutschieren. Mittlerweile kam zumindest kein Wasser mehr von oben und wir konnten ein paar Bilder mit dem typischen Skyline-Blick machen, bevor der Fahrer begann zu drängeln. Ich bin mir nicht sicher, ob er mitbekam, wie sich zuvor eine Pulle Schampus in seinem Fahrzeug ergossen hatte. Überrascht über meinen eigenen Reflex freute mich das Bild der Spritzerei umso mehr und wurde zu meinem persönlichen Favoriten des Tages gekührt.

Lustiges Detail am Rande: Als Assistent stand mir Johannes zur Seite. Dieser hatte vor einigen Jahren auch in New York geheiratet, auch im Central Park, organisiert vom gleichen Hochzeitsplaner, beim gleichen Friedensrichter. Man kannte sich:-)

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Copyright Patrick Ludolph, Hochzeitsfotograf aus Hamburg

Mädels-Shooting

Es ist schon verdammt schwer ein hübsches Model mit Posingerfahrungen richtig schlecht zu fotografieren. Die Herausforderung liegt doch eher darin Mädels von der Strasse so zu fotografieren, dass sie zu Glamour Girls werden. Ich gebe zu, dass der Begriff “Mädels von der Strasse” in Hamburg durchaus zweideutig aufgefasst werden kann, aber im Grunde ging es bei diesem Fotoshooting nur darum die 3 Mädels ein wenig zu verwöhnen, zu stylen und tolle Fotos zu machen. Ich glaube Mädchen stehen auf so etwas. Sich stundenlang Make Up ins Gesicht pinseln zu lassen, vor einer Kleiderstange mit Klamotten zu stehen und sich 5 x umzuentscheiden, welches Outfit denn nun am besten passt. Dazu Prosecco und Häppchen. Als Fotograf hat man da unweigerlich ein paar Wartezeiten und hört mit einem Ohr zu, was die Mädels in der Umkleide so zu schnacken haben. Lustig …:-)

Zur Seite stand mir für dieses Mädels-Shooting die hoch geschätzte Femke Schuh, die nicht nur tolles Styling und Make-Up macht, sondern auch ein unterhaltsamer und sehr umgänglicher Mensch ist. Sie war ein wichtiger Faktor, um den Damen etwas von der Unsicherheit zu nehmen. Als Fotograf war ich am Ende zufrieden, als ich die Überraschung in den Augen sah. Ja Mädels, das seid Ihr und Ihr seht toll aus. Mädels-Shooting-Party finde ich super;-)

Fashion Shoot für Leslie Van

Wenn ich Hochzeiten, Portraits und Schauspieler fotografiere, dann heisst es meistens “Mach wie Du meinst”. Ich bin überglücklich, meistens so fotografieren zu dürfen, wie ich es mag. Die Kunden haben Bilder von mir gesehen und möchten etwas ähnliches.

Etwas anders sieht es aus, wenn es einen Auftraggeber gibt, der ganz genau weiss, was er oder sie möchte. Ich bin kein Modefotograf und meine Erfahrungen auf diesem Gebiet gehen gegen Null. Aber ich glaube ganz gut mit der Kamera und Licht umgehen zu können. So kam es, dass ich mich durch einen persönlichen Kontakt auf neues Terrain begab und mich in der Fashionfotografie versuchte. Ein paar Kleider für die Designerin Leslie Van sollten fotografiert werden. Plötzlich sah ich mich mit einem Mood-Book konfrontiert. Leslie wusste ziemlich genau was sie wollte. Glücklicherweise war das sehr nah an meinem persönlichen Geschmack. Schwarz/Weiss mit knackigem Kontrast. Während unsere Visagistin Alex Merk mit Make-Up und Hair-Styling unseres Models Akvile Jurksa beschäftigt war, hatte ich jedoch genug Zeit das Studio vorzubereiten. Nach jedem Test ein kurzer Check mit Leslie. Selten habe ich so lange ein Setup vorbereitet.

Es ging um drei Kleider und so mussten letztendlich von jedem Outfit auch nur zwei bis drei Bilder geschossen werden. Vollkommen ungewohnt für mich, wo ich von Hochzeiten doch andere Bildmengen gewohnt bin, selbst bei Portraitshootings kommt von der Anzahl mehr heraus. Ebenfalls ein Novum für mich war, dass Leslie die finalen Bilder ausgesucht hat. Nun gut, ist ja auch für ihre Kleider. Umso glücklicher war ich, dass ihr die Auswahl schwer fiel und es tolles Feedback gab. Yihaaa!;-)

Um einen kleinen Einblick zu geben, wie so ein Shooting bei mir abläuft, haben wir ein Mini-Making-Of Video dazu gedreht, welches schon in meinem Blog zu sehen war.

Hat richtig Spaß gemacht, was nicht zuletzt an dem supergeilen Team lag. Ich glaube was man macht ist doch eigentlich egal, wenn man tolle Leute um sich hat.

© Copyright Patrick Ludolph – Fashion Fotograf Hamburg

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