Zum ersten mal besuchte ich während meines New York Aufenthaltes auch Coney Island. Viel haben wir von den Auswirkungen des Sturms Sandy nicht mehr gesehen, allerdings waren die ganzen Fahrgeschäfte noch geschlossen. So schlenderte ich mit einem befreundeten Pärchen über die Strandpromenade, ass einen mittelguten Hot Dog eines Traditionsunternehmens und schoss einige Pärchenbilder. Im Sommer ist hier bestimmt die Hölle los, wir hatten jedoch einen sehr windigen Tag erwischt, so dass wir uns bald wieder auf den Rückweg machten, um den Abend in Koreatown ausklingen zu lassen.
Eine Woche New York, wie aufregend. Obendrein auch kein reiner Urlaubsbesuch, sondern auch einige kleine Jobs. Ich gestehe, es gibt weitaus schlimmere Jobs auf diesem Planeten, als eine Hochzeit im New Yorker Central Park zu fotografieren, um anschliessend mit einer Limousine quer durch New York zu düsen. Einzig das Wetter wollte nicht so richtig glücklich machen. War es doch tatsächlich der einzig verregnete Tag während meines Aufenthalts in Big Apple. Das trübte die Laune aber keineswegs. Nachdem es bereits während der Trauung begann zu regnen, entschlossen wir uns kurzerhand ein paar Fotos in der Grand Central Station zu machen. Eine weltbekannte Location, die auch dafür bekannt ist, dass man hier ohne Genehmigung kein Stativ verwenden darf. Aber irgendwo findet man immer eine Ablage für die Kamera und ich denke so ein Klischee-Motiv gehört doch irgendwie dazu, wenn man in New York heiratet. Bevor die Uhr der Limousine abgelaufen war liessen wir uns noch nach Brooklyn kutschieren. Mittlerweile kam zumindest kein Wasser mehr von oben und wir konnten ein paar Bilder mit dem typischen Skyline-Blick machen, bevor der Fahrer begann zu drängeln. Ich bin mir nicht sicher, ob er mitbekam, wie sich zuvor eine Pulle Schampus in seinem Fahrzeug ergossen hatte. Überrascht über meinen eigenen Reflex freute mich das Bild der Spritzerei umso mehr und wurde zu meinem persönlichen Favoriten des Tages gekührt.
Lustiges Detail am Rande: Als Assistent stand mir Johannes zur Seite. Dieser hatte vor einigen Jahren auch in New York geheiratet, auch im Central Park, organisiert vom gleichen Hochzeitsplaner, beim gleichen Friedensrichter. Man kannte sich
Copyright Patrick Ludolph, Hochzeitsfotograf aus Hamburg
Es ist schon verdammt schwer ein hübsches Model mit Posingerfahrungen richtig schlecht zu fotografieren. Die Herausforderung liegt doch eher darin Mädels von der Strasse so zu fotografieren, dass sie zu Glamour Girls werden. Ich gebe zu, dass der Begriff “Mädels von der Strasse” in Hamburg durchaus zweideutig aufgefasst werden kann, aber im Grunde ging es bei diesem Fotoshooting nur darum die 3 Mädels ein wenig zu verwöhnen, zu stylen und tolle Fotos zu machen. Ich glaube Mädchen stehen auf so etwas. Sich stundenlang Make Up ins Gesicht pinseln zu lassen, vor einer Kleiderstange mit Klamotten zu stehen und sich 5 x umzuentscheiden, welches Outfit denn nun am besten passt. Dazu Prosecco und Häppchen. Als Fotograf hat man da unweigerlich ein paar Wartezeiten und hört mit einem Ohr zu, was die Mädels in der Umkleide so zu schnacken haben. Lustig …
Zur Seite stand mir für dieses Mädels-Shooting die hoch geschätzte Femke Schuh, die nicht nur tolles Styling und Make-Up macht, sondern auch ein unterhaltsamer und sehr umgänglicher Mensch ist. Sie war ein wichtiger Faktor, um den Damen etwas von der Unsicherheit zu nehmen. Als Fotograf war ich am Ende zufrieden, als ich die Überraschung in den Augen sah. Ja Mädels, das seid Ihr und Ihr seht toll aus. Mädels-Shooting-Party finde ich super
Wenn ich Hochzeiten, Portraits und Schauspieler fotografiere, dann heisst es meistens “Mach wie Du meinst”. Ich bin überglücklich, meistens so fotografieren zu dürfen, wie ich es mag. Die Kunden haben Bilder von mir gesehen und möchten etwas ähnliches.
Etwas anders sieht es aus, wenn es einen Auftraggeber gibt, der ganz genau weiss, was er oder sie möchte. Ich bin kein Modefotograf und meine Erfahrungen auf diesem Gebiet gehen gegen Null. Aber ich glaube ganz gut mit der Kamera und Licht umgehen zu können. So kam es, dass ich mich durch einen persönlichen Kontakt auf neues Terrain begab und mich in der Fashionfotografie versuchte. Ein paar Kleider für die Designerin Leslie Van sollten fotografiert werden. Plötzlich sah ich mich mit einem Mood-Book konfrontiert. Leslie wusste ziemlich genau was sie wollte. Glücklicherweise war das sehr nah an meinem persönlichen Geschmack. Schwarz/Weiss mit knackigem Kontrast. Während unsere Visagistin Alex Merk mit Make-Up und Hair-Styling unseres Models Akvile Jurksa beschäftigt war, hatte ich jedoch genug Zeit das Studio vorzubereiten. Nach jedem Test ein kurzer Check mit Leslie. Selten habe ich so lange ein Setup vorbereitet.
Es ging um drei Kleider und so mussten letztendlich von jedem Outfit auch nur zwei bis drei Bilder geschossen werden. Vollkommen ungewohnt für mich, wo ich von Hochzeiten doch andere Bildmengen gewohnt bin, selbst bei Portraitshootings kommt von der Anzahl mehr heraus. Ebenfalls ein Novum für mich war, dass Leslie die finalen Bilder ausgesucht hat. Nun gut, ist ja auch für ihre Kleider. Umso glücklicher war ich, dass ihr die Auswahl schwer fiel und es tolles Feedback gab. Yihaaa!
Um einen kleinen Einblick zu geben, wie so ein Shooting bei mir abläuft, haben wir ein Mini-Making-Of Video dazu gedreht, welches schon in meinem Blog zu sehen war.
Hat richtig Spaß gemacht, was nicht zuletzt an dem supergeilen Team lag. Ich glaube was man macht ist doch eigentlich egal, wenn man tolle Leute um sich hat.
Vor einiger Zeit kam ein Anruf. Am Telefon war ein sympathischer junger Mann, der gerne ein paar Fotos haben wollte. Klar, machen wir. Jörn wer? Ich glaube er musste den Namen dreimal buchstabieren. Ach so, Schlönvoigt. Nun gut, Termin vereinbart, aufgelegt und gut. Wenige Minuten später musste mich meine Frau dann erst mal aufklären. Jörn spielt bei GZSZ mit. OK, ich gebe zu, dass ich bisher wohl noch nicht eine einzige Folge davon gesehen habe, was ich aber mittlerweile nachgeholt habe 8-). Aber nachschauen musste ich dann ja schon, um mir mal ein Bild von dem Jung zu machen. Waaas? Der Bursche hat mehr Facebook-Fans (Jörns Facebook-Page) als ich! Nun gut, das beeindruckte mich
In Hamburg gab es dieses Jahr zwei Tage mit mehr als 10°C und Sonnenschein. Das Glück wollte, dass wir einen davon erwischten. Unsere etwa zweistündige Session sollte uns nicht zu glamourösen Locations führen. Wir blieben in meinem Studio und auf meinem Studio. Hausflur, Dusche, Studiodach. Super entspannt, selten füllte sich die Speicherkarte in so kurzer Zeit mit so vielen guten Fotos. Hat richtig viel Spaß gemacht und ich mag das Ergebnis sehr.
Seltsamerweise stieg nach der Veröffentlichung eines ersten Fotos auf meiner Facebook-Seite die Anfrage von weiblichen Assistenten sprunghaft
Vielen Dank an das Team von Actors Connection, die mich empfohlen haben.